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Ergreifende Ahallafeyer im Castrum Bonnense

Hans Wollstein
Eine besondere Ahallafeyer

Rt Demosthenes

In der letzten Winterung hat Oho unser Reych verschont. Das war eine Gelegenheit für die Junkertafel eine ganz besondere Ahallafeyer zu gestalten. In unserem Ahallabuch ist Rt Demosthenes verzeichnet, der in Auschwitz ermordet wurde. Doch weder ein Bild noch genaue Daten waren vorhanden. Die Junkertafel konnte aber durch die Mithilfe der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus den genauen Lebenslauf und ein Bild beschaffen. Das Wappen des Ritters wurde von Jk Trutz neu gefertigt.


Rt Demosthenes, profan Hans Wollstein, wurde 1895 in Elberfeld geboren. Er wurde a.U. 63 (1922) als Kn. 47 aufgenommen und a.U. 65 zum Ritter geschlagen. Er war in den Jahrungen 67- 74 (1926-1933) Oberschlaraffe der Kunst und zuletzt des Innern.

Als hoch angesehener Rechtsanwalt in Bonn verband ihn eine innige Freundschaft mit dem bekannten Bonner Mathematik-Professor Felix Hausdorff. Er nahm sich mit seiner Frau und seiner Schwägerin das Leben, um der Ermordung zu entgehen.

Tief bewegend ist sein letzter Brief an Rt Demosthenes, der ihn vergeblich von diesem Weg abbringen wollte. Nicht nur dieser Brief, vorgetragen von Jk Arno und dem Kn 293 sondern auch der profane Lebenslauf von Rt Demosthenes, den die Knappen 292 und 293 nachzeichneten, waren erschütternd. Das Gedicht von Anette von Droste-Hülshoff „Die Unbesungenen“ trug Kn 294 vor. Rt Azur spielte auf dem Clavizmbel die Elegie von Rachmaninoff und Jk Trutz die Mondscheinsonate unseres ES Florestan.

Zum Abschluss folgte das Gedicht von Bertolt Brecht „An die Nachgeborenen“ vorgetragen von den Knappen 292, 293 und 294.

Besonders feierlich wurde von Rt Panta-los der Ehrenritt zum Ahallaschrein celebriert, wo das Bild dieses aufrechten Ritters für alle Zeiten aufbewahrt wird.