Nachklang zum Klavier-Konzert am 28.03.26
Die Entdeckung osteuropäischer Klaviermusik
Rt Azur, Oberschlaraffe der Kunst im Bonner Schlaraffenreych, konnte ein stattliches Publikum von ca. 40 Personen begrüßen, darunter erfreulicherweise auch zahlreiche unbekannte Gesichter. Vor dem Spiel sagte der Pianist Georg Kjurdian, er wisse durch Befragung des Publikums, dass dieses in erster Linie von den Namen der Komponisten angezogen werde, Konzerte zu besuchen. Heute sei das Programm eher ungewöhnlich, indem einem konventionellen Beginn ein ungewöhnlicher Teil mit wenig bekannten Komponisten folge. Bemerkenswert sei daher der überraschend große Zuspruch des Publikums.
Im Sinne des weltbekannten Streicher-Ensembles „Quatuor Ébène“ liebt es Kjurdian, Musikstücke verschiedener Herkunft und Stile in einem Konzert zu kombinieren. Heute folgen auf die deutschen Komponisten Ludwig van Beethoven und Richard Strauss drei Osteuropäer, die große Bedeutung in der Ausbildung bekannter Komponisten hatten, selbst aber wenig gespielt werden: Der Russe Felix Blumenfeld und die Letten Jāzeps Vītols (Joseph Wihtol) und Pēteris Vasks.
Das Publikum reagierte auf die Präsentation der weitgehend unbekannten osteuropäischen Komponisten ebenso begeistert, wie es vorher das Spiel der beiden Deutschen bejubelt hatte. Kjurdians Konzept ging voll auf.
Wir setzen die Reihe mit der Rezitation “Von Liebe, Lust und Leidenschaft – Ein rezitativer Rundgang durch Sinn und Unsinn” am 30. Mai 2026 fort.
