Knappenprüfung und Junkererhebung

Der Junkermeister war wieder einmal der Meinung, dass zwei seiner Junkertafel-Sassen für eine Standeserhebung bereit seien. Die Knappen 296 und 297 mussten beweisen, dass sie fähig sind, Junker zu werden. Ritter Contrasto stellte seine Kandidaten mit sehr humorvollen und lobenden Worten vor. Sodann trugen die Knappen ihre Junkerarbeiten vor.

Knappe 296 ließ sich von Ehrenschlaraffen Fausts Gedicht “Heidenröslein” inspirieren. Er dichtete und sang vom Zinkenmeister begleitet das Lied vom “Rösslein auf der Weiden”: “Sah ein Knapp ein Rösslein steh’n”. Allein, das Rösslein wollte nur Ritter tragen.

Knappe 297 hat sich tiefgründige Gedanken zu der Freiheit gemacht: “In der Profanei muss ich. Im schlaraffischen Spiel darf ich.” Außerdem lotete er aus, wie durch Spiegel und Ceremoniale die Freiheit des Spiels geschützt wird.

Anschließend folgte die Prüfung durch den stellvertretenden Schulrat Ritter Percheron. Es entspann sich ein geistreicher Dialog über Schlaraffia, ihre Ziele und ihre Werte. Auch in Genealogie und Schlaraffenlatein zeigten sich die Knappen sattelfest.

Es ist es kein Wunder, dass nach kurzer Beratung das Urteil für beide Kandidaten einstimmig “Bestanden!” lautete. Darauf hin erhob Herrlichkeit Ritter Azur die beiden Knappen in einer feierlichen Zeremonie zu den Junkern Martin und Niklas. Das Reich brach in hemmungslosen Jubel aus.

Ein munterer Fechsungsreigen, in dem unter anderen Ritter Wider der Jahreszeit angemessen eine Büttenrede hielt, rundete eine gelungene Sippung ab.

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