Ein Abend bei den Schlaraffen dauert ungefähr zweieinhalb Stunden. Er steht oft unter einem Thema, an das man sich aber nicht halten muss. Es wird auch nicht erwartet, dass jeder Teilnehmer etwas beiträgt. Wer möchte, der tut es. Wer zuhört, ist genauso willkommen.
Eine Zusammenkunft heißt bei den Schlaraffen Sippung und besteht aus zwei Teilen. Bevor die Sippung beginnt, treffen sich die Schlaraffen in der Gaststube. Dort sitzt man gemütlich beisammen, trinkt etwas und erzählt. Wer Hunger hat, kann ihn mit belegten Brötchen, Frikadellen oder einem warmen Tagesgericht stillen.
Erster Teil: Begrüßung der Gäste, Rückblick
So gestärkt nehmen die Schlaraffen im sogenannten Rittersaal einen Platz ein. Hier stehen die sogenannten Amtshandlungen am Anfang. Die Sippung wird feierlich eröffnet. Anschließend werden die Gäste aus anderen Städten herzlich begrüßt und das Protokoll der Zusammenkunft in der Vorwoche verlesen. Das ist oft der Anlass für die ersten humorvollen Anmerkungen, so dass hier das geistreiche Spiel zum ersten mal zündet.
Nach dem ersten Teil gibt es eine Pause, in der man sich mit Speisen und Getränken noch einmal stärken kann. Wer etwas vortragen möchte, trägt sich in eine Liste ein. Auch hier gilt: niemand muss, aber jeder darf.
Zweiter Teil: Vortrag der Beiträge
Im zweiten Teil tragen die Teilnehmer ihre Beiträge vor. Das kann ein selbst verfasster Text sein, oder der eines anderen Autors oder einer Autorin. Der Text kann klassisch oder zeitgenössisch, gereimt oder in Prosa, ernst oder heiter sein. Manche machen Musik, ganz egal ob klassisch oder modern, mal mit, mal ohne Gesang.
Die Beiträge sollten etwas mehr sein, als reine Witze. Uns interessieren Beobachtungen, Gedanken, das Spiel mit Sprache, Parodie und Satire. Am Schönsten ist es, wenn ein Beitrag andere Teilnehmer zu eigenen Gedanken inspiriert, die sie dann spontan in das Geschehen einbringen. So entsteht ein Wechselspiel von geistreicher Rede und Gegenrede.
Eine bunte Mischung
Viele Abende haben ein Rahmenthema, an dem man sich orientieren kann, aber nicht muss. Sie werden von einem sogenannten „Oberschlaraffen“ geleitet. Auch hier sind Titel und Anredeformen Teil des ironischen Spiels. Der Oberschlaraffe steuert den Ablauf und ist der Moderator.
Es entsteht eine bunte Mischung, die von der Vielfalt der Beiträge lebt und die jeden Abend anders ausfällt. Gerade das macht ihren Reiz aus. Jeder wird gleich geschätzt und jeder Beitrag ist wertvoll.
Nach der Sippung sitzen wir in gemütlicher Runde zusammen und lassen den Abend bei Gesprächen über alles Mögliche und einem letzten Getränk in Ruhe ausklingen.
Mehr Wissenswertes
Wenn Du mehr über die Schlaraffen in Bonn erfahren möchtest, dann schau auf die Seite “Über uns“. Falls Du Fragen hast, schau mal in unser FAQ.
Auf der Webseite schlaraffen-freunde.com findest Du allgemeine Informationen über Schlaraffia.
